One-Page-Design

7. Dezember 2015 / Kategorie Webdesign
One-Page-Design Interessante Layouts mit neuem Konzept

Interessante Layouts mit neuem Konzept
Sämtliche Inhalte einer Website auf einer einzigen Seite unterzubringen – kann dieses Konzept funktionieren? Diese Frage bekommen Webdesigner häufig von Auftraggebern gestellt. Das Layoutmodell „One-Page-Design“ (auch bekannt unter den Bezeichungen „Single-Page-Design“ und „Pageless Design“) bietet interessante Möglichkeiten. Welche das sind und für wen das One-Page-Modell besonders geeignet ist, beleuchten wir in diesem Beitrag.

Design-Besonderheiten
Websites im One-Page-Design bestehen aus meist nur eine einzigen HTML-Seite, die sämtliche Informationen enthält. Im Browser navigiert der User nicht nur vertikal, sondern auch horizontal. Die gesamte Seite sollte dementsprechend in Teilbereiche gegliedert werden, so dass einzelne Abschnitte (Home, Produktvorstellung, Impressum usw.) sinnvoll zusammenhängend dargestellt werden können. Neben der Navigation per Scrollbalken besteht die Möglichkeit, einzelne Navigationselemente zu platzieren, welche es mit Sprungmarken und JavaScript ermöglichen, Teilbereiche der Seite gezielt direkt anzusteuern. Somit wird während der Navigation nicht jedesmal eine neue Seite in den Browser geladen. Eine Umsetzung in responsivem Webdesign mit den speziellen Anforderungen für mobile Geräte bietet besondere Vorteile, da ein One-Page-Layout dabei helfen kann, Ladezeiten zu sparen.

Unsere gängigen CMS-Systeme wie WordPress oder Typo3 bieten mit speziellen Plugins und Themes die Möglichkeit, eine Website im One-Page-Design aufzubauen. Spezielle Templates sind bei Anbietern wie TemplateMonster.com erhältlich.

Besonders geeignet bei kleiner Produktauswahl
Horizontales Scrolling war bislang sowohl bei Designern und Werbefachleuten als auch bei Usern ein absolutes No-Go. Was auf Anhieb nicht sichtbar ist, weil es sich außerhalb des sichtbaren Bereiches befindet, kann nicht funktionieren – so die landläufige Meinung. Das One-Page-Design ist jedoch ein geeignetes Mittel, wenn man ein einziges Produkt im Rahmen eines kleinen e-Shops anbieten möchte. Um dieses Produkt herum lässt sich hervorragend eine Geschichte erzählen, da sämtliche Inhalte kompakt auf einer Seite vermittelt werden. Vor allem Freiberufler und insbesondere künstlerisch Tätige schätzen diese Form der Darstellung im Web sehr, da solche Webseiten visuell beeindruckend sind und somit einen hohen Wiedererkennungswert bieten. Botschaften können übersichtlich und überzeugend präsentiert werden, da sich der Nutzer seine Informationen nicht selbst zusammensuchen muss, sondern sämtliche Inhalte konzentriert auf einer Seite angeboten bekommt.

Ein Webangebot im One-Page-Design steigert die Anzahl der Conversions, da der Nutzer durch diese spezielle Form des Layouts optimal geleitet wird – immer vorausgesetzt, dass nur ein oder sehr wenige Produkte (oder Produktvarianten) angeboten werden. Die kleine Produktauswahl ermöglicht dem Nutzer die schnelle Bestellung per One-Click-Checkout.

SEO Suchmaschinenoptimierung: Spezielle Anforderungen
Möglichst viele Unterseiten für jedes spezielles Thema einer Website sorgen für viele Links, welche von Google & Co. entsprechend „honoriert“ werden. Diese internen Links gibt es bei One-Page-Angeboten naturgemäß nicht (es können aber durchaus Sprungmarken-Links in den Navigationselementen platziert werden, auch diese werden von den Suchmaschinen bewertet). Dennoch sind One-Page-Webseiten nicht per se ungeeignet, wenn es um Suchmaschinenoptimierung geht. Bei einem kleinen Keyword-Fokus kann eine One-Page-Website sogar besser ranken als eine konventionelle Website. Ein weiteres Einsatzgebiet sind Landingpages im One-Page-Design.

Natürlich steigern auch bei Ein-Seiten-Angeboten die klassischen SEO-Methoden das Ranking: Keywords in den Title- und Meta-Tags sowie den ALT-Tags für Grafiken und Bilder. Generell ist eine hohe Keyword-Dichte von Vorteil. Jeder thematische Teilbereich sollte mit einem H1-Tag (Überschrift) versehen werden, auch wenn dies der sonst üblichen SEO-Regel „Nur EIN H1-Tag pro Seite“ widerspricht. Zu beachten ist auch, dass mit grafischen und Multimedia-Elementen eine hohe Verweildauer des Besuchers erzeugt wird – auch dies ist ein wesentlicher SEO-Ranking-Faktor. Ein großer Vorteil von One-Page-Sites ist der, dass Duplicate Content von vornherein vermieden wird (richtige Einstellungen im Setup eines CMS vorausgesetzt).

Mischstrategien
One-Page-Design bedeutet Einschränkung auf das Wesentliche, was insbesondere für die Keywords gilt. Um im Bereich SEO weiterhin flexibel zu bleiben, bietet sich eine Mischstrategie aus One-Page und konventionellem Website-Aufbau an. So bietet sich beispielsweise eine Landingpage im One-Page-Design an, welche um ein Blog mit zusätzlichen Beiträgen zu den einzelnen Themen ergänzt wird. Innerhalb dieses externen Blogs kann dann wiederum mit detaillierten Keyword-Anforderungen gearbeitet werden.

Fazit
Aus Marketing-Sicht ist eine One-Page-Website im Bereich Storytelling rund um das Produkt sehr zu empfehlen. Daher bietet sich diese Design-Form bei Websites an, bei denen es um ein einziges Thema, ein einzelnes Produkt oder eine Dienstleistung geht. Auch Web-Visitenkarten von Einzelpersonen oder Gruppen sind ein hervorragendes Einsatzgebiet für One-Pager.

Wenn wir Ihr Interesse zum Thema One-Page-Design geweckt haben, kontaktieren Sie uns unter www.webda.de/contact oder schreiben Sie uns unter info@webda.de. Gerne beantworten wir all Ihre Fragen und erstellen ein individuelles Konzept.

Wir freuen uns auf Sie!