Zahlverfahren für Onlineshops

19. Oktober 2015 / Kategorie eCommerce Onlineshop
Zahlverfahren für Onlineshops

Welches Zahlverfahren ist das richtige für meinen Onlineshop?
Im dritten Teil unserer kleinen Reihe über den erfolgreichen Einsatz von Onlineshops sehen wir uns genauer an, was es bei der Auswahl der passenden Bezahlmethoden zu beachten gibt. Hier ist der richtige Mix entscheidend. Neben der Bezahlart, die zu der Zielgruppe und den zu vermarktenden Produkten passt, gilt es auch, einen Blick für die laufenden Kosten des jeweiligen Zahlsystems zu haben. Und nicht zuletzt sollte bedacht werden, welches Bezahlsystem beim Kunden Vertrauen schafft, damit der Check-Out beim Gang zur Kasse nicht zum Conversion-Killer wird.

Zahlarten im Shopsystem – der Mix macht’s
Wie wir im vorigen Beitrag „Aufbau und Struktur eines erfolgreichen Onlineshops“ bereits kurz angesprochen haben, sollten soviele Zahlungsmöglichkeiten wie möglich angeboten werden. Die passenden Methoden können dabei vom Produkt abhängen, aber auch von der zu erreichenden Zielgruppe und sogar von der geographischen Region der potenziellen Käufer. Will man z. B. eine innovative Kundschaft ansprechen, sind moderne E-Wallet-Systeme geeignet. Hochpreisige Waren bietet man bei konservativen Käuferschichten innerhalb Deutschlands vorzugsweise per Rechnung an, wohingegen man in den USA, Finnland oder Estland den Umsatz am ehesten mittels Kreditkartenzahlungen generiert.

Des Weiteren ist die Entscheidung des Kunden, für welche Bezahlart er sich entscheidet, abhängig vom Endgerät des Benutzers. Wenn Sie planen, Ihren Webshop auch auf mobilen Geräten anzubieten, sind sogenannte One-Click-Payments von großem Vorteil, da sie das Handling des Bezahlvorgangs auf einem Smartphone sehr erleichtern. Hier sind Zahlarten wie PayPal die erste Wahl. Die meisten Onlineshop-Systeme wie beispielsweise Magento haben bereits eine Schnittstelle zu PayPal integriert. Im PayPal-Händlerkonto findet man die API-Zugangsdaten, die dann im Backend der Shopsoftware an entsprechender Stelle eingetragen werden.

Auch die Produktkategorie entscheidet häufig über die bevorzugte Bezahlart des Kunden. So hat die ECC-Studie „Payment im eCommerce 2014“ gezeigt, dass bei Waren, bei denen eine Rücksendung in Betracht gezogen werden könnte (Kleidung, Schuhe usw.), die große Mehrheit auf den Kauf auf Rechnung setzt. Somit hat der Kunde die Möglichkeit, die Ware zu testen und erst bei Gefallen die Rechnung zu bezahlen. Bei Produktkategorien, bei denen der Kunde die online bestellte Ware mit großer Wahrscheinlichkeit behalten wird (Verbrauchsartikel, aber auch z. B. spezielle Einzelanfertigungen), entscheidet sich ein Großteil der Käufer in Deutschland für PayPal und das Lastschriftverfahren, weit weniger wählen bei Käufen dieser Art die Zahlung auf Rechnung oder per Kreditkarte. Letztere wird wiederum bevorzugt beim Kauf von Tickets und bei Reisebuchungen eingesetzt.

Ein weiteres wichtiges Auswahlkriterium sind die Transaktionskosten der verschiedenen Bezahlmöglichkeiten. Die Zahlung per Vorkasse verursacht naturgemäß für Sie als Händler so gut wie keine Kosten (abgesehen von den Personalkosten für die Überwachung des Zahlungseinganges). Wenn Sie jedoch mit Ihrem Webshop neu am Markt auftreten und nicht gerade sehr spezielle Artikel anbieten, die woanders nicht erhältlich sind, sollten Sie für den Anfang auf Zahlung per Vorkasse verzichten, da dies ein gewisses Vertrauen seitens Ihrer Kunden voraussetzt, welches Sie sich möglicherweise erst erarbeiten müssen. Mehr Vertrauen schaffen Bezahlarten wie Kauf auf Rechnung, Sofortüberweisung sowie das Lastschriftverfahren, bei denen ebenfalls nur geringe Transaktionskosten anfallen. Gebühren intensiver sind Paypal, Zahlungen per Kreditkarte oder die über einen Dienstleister abgesicherte Zahlung auf Rechnung.

Sicherheitsaspekte
Zahlungsverkehr ist beiderseitige Vertrauenssache – sowohl im B2B und erst recht im B2C. Neben möglichem Zahlungsausfall müssen auch datenschutzrechtliche Bedenken seitens der Kunden sowie Vorgaben des Gesetzgebers bedacht werden. Webshopbetreiber dürfen beispielsweise ohne eine Zertifizierung gemäß des Payment Card Industry Data Security Standards (PCIDSS) keine Kreditkartendaten speichern. Diese jährlich erneuerte Zertifizierung ist sehr umfangreich und mit hohen Kosten verbunden. Es gibt aber Payment-Service-Provider, die eine PCIDSS-zertifizierte Kreditkartenabwicklung anbieten. Mit diesem Service können sowohl Käufer und Verkäufer von den Vorteilen der Kreditkartenzahlung profitieren, wobei der Kunde nicht bei jedem Kauf erneut seine Kreditkartendaten eingeben muss und der Online-Händler dennoch die strengen Datenschutzbestimmungen einhalten kann.

Schon bei der Wahl der Zahlungsverfahren kann man sich als Shopbetreiber gegen Zahlungsausfälle absichern. Bei Zahlungen per Paypal oder Sofortüberweisung ist der Zahlungsausfall erfahrungsgemäß sehr gering, wohingegen der Kauf auf Rechnung die höchste Ausfallquote aufweist. Eine Reihe von Payment-Serviceanbietern bietet eine gewisse Sicherheit, indem sie mit Rechnungskauf-Anbietern wie Maestro, Billpay und Klarna zusammenarbeiten. Bei diesen Providern gibt es Risikomanagement und Zahlungsgarantie aus einer Hand.

Moderne Online-Bezahlsysteme wie PayPal, Clickandbuy, GiroPay oder sofortüberweisung.de werden inzwischen am häufigsten im Internet eingesetzt. Wir beraten Sie gerne, wie Sie diese Payment-Formen erfolgreich in Ihren Shop integrieren.

Mehr Informationen zum Thema Zahlverfahren- und arten können Sie unter www.webda.de/contact erfragen oder schreiben Sie uns unter info@webda.de. Gerne beraten wir Sie auf dem Weg zu Ihrem erfolgreichen Online Handel.

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