Wir räumen auf mit SEO-Mythen

5. August 2016 / Kategorie SEO

Viele Halbwahrheiten und Gerüchte kursieren rund um das Thema Suchmaschinenoptimierung. Fakt ist, dass sich mit SEO viel Geld verdienen lässt – dies trifft sowohl auf Webshops zu, die mittels Optimierung auf der ersten Seite der Suchergebnisse von Google & Co. landen und somit eine Umsatzsteigerung erzielen können, als auch auf Werbeagenturen, die SEO als Kundenservice anbieten. Suchmaschinenoptimierung ist jedoch auch Experimentierarbeit: In loser Folge ändert Google immer wieder die Algorithmen und Rankingfaktoren, was dazu führt, dass viele SEO-Methoden seit Jahren überholt sind und keinen Einfluss auf die Suchergebnisse mehr haben. Hinzu kommt, dass es in der SEO-Branche einige „schwarze Schafe“ gibt, die ihr veraltetes Halbwissen für teures Geld an ihre Kunden verkaufen. Wie wichtig sind Backlinks wirklich? Wie war das noch mit den Meta-Descriptions? Darf eine h1-Überschrift wirklich nur einmal auf einer Seite erscheinen? Was ist PageRank und wie beeinflusst dieser das Ranking? Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag, welche SEO-Methoden überflüssig sind und was aktuell gängig und wichtig ist, um mit relevanten Keywords ein Top-Ergebnis zu erzielen.

Backlinks – das A und O der Suchmaschinenoptimierung?
Backlinks – Links von anderen Webseiten, die auf das eigene Angebot verweisen – sind ein wichtiger Faktor, den Google zur Berechnung der Relevanz heranzieht. Das bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass die eigene Website auf den hinteren Plätzen der Suchergebnisse landet, wenn niemand auf die eigene Seite verlinkt. Backlinks sind nur ein Faktor von vielen, die Google für’s Ranking heranzieht. Beinahe noch wichtiger für langfristigen Erfolg ist guter Content, denn Google erkennt immer besser, ob Backlinks zur Manipulation von Suchergebnissen gesetzt wurden. Geschickt und sinnvoll eingesetzt können Backlinks jedoch für nachhaltigen Erfolg sorgen. Im Rahmen eines Experimentes hat sich ein SEO-Experte eine Webseite ausgesucht, die bei Google mit entsprechenden Keywords ziemlich weit hinten zu finden war. Diese Webpage hat er, ausgehend von verschiedenen seiner eigenen Webseiten, verlinkt. Binnen kürzester Zeit war die besagte Webpage mit der gleichen Keyword-Abfrage auf dem 1. Platz zu finden. Und das blieb auch noch viele Monate so, nachdem die Backlinks wieder entfernt wurden.

Umgekehrt werden Seiten, die mehrere Links zu anderen Webangeboten beinhalten, besser bewertet als Seiten ohne ausgehende Links – auch das hat ein aktuelles Experiment bewiesen! Vorsicht ist bei internen Links geboten, diese sollten sparsam und sinnvoll platziert werden. Zuviele interne Links könnten das Thema der linkgebenden Seite verwässern und auf SEO-Missbrauch schließen lassen.

Meta-Tags – sinnvoll nutzbar oder überflüssig?
In der Frühzeit der Suchmaschinenoptimierung wurde das Meta-Tag „keywords“ im Header einer HTML-Seite dazu benutzt, den Suchmaschinen mehr oder weniger passende Schlüsselwörter bereitzustellen, was zur Folge hatte, dass dieses Feld zunehmend für inhaltsfremde Keywords missbraucht wurde. Aus diesem Grund werden Meta-Keywords von den großen Suchmaschinenanbietern heute nicht mehr ausgewertet. Es kann aber nicht schaden, ein oder zwei Schlüsselwörter in der Meta-Description zu platzieren. Dieses Feld dient dazu, bei den Suchergebnissen statt des eigentlichen Inhaltes eine Kurzbeschreibung der Webseite anzuzeigen. Dies sollte man unbedingt inhaltlich dazu nutzen, beim Suchenden Neugierde zu wecken und ihn zum Anklicken zu verleiten.

h1-Überschriften – wirklich nur einmal pro Seite?
Vor etwa zehn Jahren wurde auf jedem HTML- und SEO-Seminar den Teilnehmern gepredigt, dass das Überschriften-Tag h1 nur ein einziges Mal pro Webseite erscheinen darf. Bei häufigerem Auftreten würde der Search-Crawler sonst nicht wissen, welche der h1-Überschriften tatsächlich relevant ist. Diese Aussage hat sich mittlerweile in Zeiten von HTML5 relativiert. Mit HTML-Tags wie article, header, section, aside usw. ist es heutzutage möglich, eine Webpage inhaltlich sehr gut zu strukturieren. Und so kommt es, dass h1-Überschriften durchaus mehrfach vorkommen dürfen. Google liebt HTML5-konforme Seitenstrukturen und kann die Inhalte entsprechend einordnen und bewerten.

Beeinflusst der PageRank wirklich das Ranking?
Der PageRank wurde von Google-Gründer Larry Page eingeführt (daher der Name) und ist ein Faktor, der die Webseite bewertet. Aus der Anzahl der eingehenden Backlinks berechnet Google den PageRank, wobei eine Seite mit PageRank 3 durchaus vor einer Seite mit dem höherem PageRank 5 gelistet sein kann, weil der Inhalt für ein hohes Ranking gesorgt hat. Googles PageRank ist lediglich eine interne Bewertung und beeinflusst nur, wie häufig der Searchbot die Website nach neuen Inhalten durchsucht. Auf die eigentlichen Rankings hat der PageRank kaum Einfluss.

Google und die anderen
Es gibt im Internet Dienstleister, die im Kundenauftrag ein neues Webangebot bei allen nur erdenklichen Suchmaschinen anmelden, sei es kostenlos oder gegen Bezahlung. Auch wenn es tatsächlich Suchmaschinenanbieter gibt, die relevantere Ergebnisse als Google liefern und sogar Seiten anzeigen, die Google offenbar nicht kennt (Google behält sich durchaus das Recht vor, einzelne Seiten nicht in den Suchindex aufzunehmen), so kommt man nicht um die Tatsache umhin, dass Platzhirsch Google 92 Prozent aller Suchanfragen abwickelt. Yahoo und Bing folgen mit nur je 3 Prozent und die restlichen 2 Prozent teilen sich viele kleinere Anbieter. Um bei Google zu erscheinen, bedarf es allerdings keiner Anmeldung; es reicht, wenn die Suchmaschine Links von anderen Websites auf die eigene folgt. Backlinks sind somit der einfachste Weg, um bei Google gelistet zu werden. Natürlich kann es nicht schaden, sich auch bei anderen Suchmaschinenanbietern anzumelden, aber die Wirkung ist nur marginal, deshalb sollte man auf keinen Fall für Suchmaschinen-Anmeldungen Geld bezahlen. Sinnvoll ist jedoch das Einreichen einer Sitemap im XML-Format bei der Google Search Console (ehem. Google Webmastertools), dies erleichtert dem Searchbot das Indexieren und das Erkennen der Gesamtstruktur der Website.

Keyworddichte und Keywordverteilung – Wahrheit und Mythos
Es geht immer noch die Mär um, dass die relevanten Keywords einer Webseite möglichst weit oben im Quelltext erscheinen müssen. Dem ist nicht so – eine Seite erzielt bei Google eine höhere Relevanz, wenn die Suchbegriffe gleichmäßig auf der Seite verteilt sind. Der Mythos der so genannten Keyworddichte ist ebenfalls nicht totzukriegen. Es gibt keine belegbaren Gründe, ein Keyword mindestens oder höchstens x-mal einzusetzen. Es ist lediglich sinnvoll, das Keyword in die Überschrift und in die URL einzubauen. Über-optimieren Sie auf keinen Fall den Text! Wenn Sie guten Content schreiben, ergeben sich die passenden Keywords von allein. Und vor allen Dingen wird Ihr Text dann auch gerne gelesen!

Zeitgemäßes SEO heißt heute, Keyword-Themenwelten zu finden – nutzen Sie also auch Varianten und Synonyme, die zum eigentlichen Keyword passen. Entwickeln Sie eine gute Überschrift und bieten Sie Ihren Lesern nützliche Inhalte. Denn was für den Leser gut ist, ist auch gut für Google!

Möchten Sie mehr zum Thema sinnvolle SEO erfahren oder können wir Sie gar für die Optimierung einer Website oder Online Shops Optimierung interessieren? Dann kontaktieren Sie uns unter www.webda.de/contact oder schreiben Sie uns unter info@webda.de. Wir helfen Ihnen gerne bei der optimalen Optimierung!

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