Webshop Relaunch ohne Traffic-Verlust

18. Mai 2016 / Kategorie eCommerce Onlineshop
Webshop Relaunch ohne Traffic-Verluste

Im vergangenen Blog-Beitrag hatten wir die Gründe aufgezeigt, die für den Relaunch eines Webshops sprechen. Hierbei sollte man bedenken, dass dieser ohne eine sorgfältige Planung nach dem Relaunch schnell zu einem nicht unerheblichen Traffic Verlust führen kann. Dies wiederum sorgt bei einem Onlineshop in der Regel für Umsatzeinbußen. Neue Seitenstrukturen, eine veränderte Keyword-Strategie, modifizierte Navigationselemente, eine optimierte Usability – all dies führt dazu, dass ein bereits erarbeitetes Top-Ranking in den Suchmaschinen verloren geht, weil Google & Co. die neuen Seiten erst finden müssen. Richtige Weiterleitungen von alten zu neuen Webseiten tragen dazu bei, diesen Traffic-Verlust weitestgehend zu verhindern. Im 2. Teil unserer kleinen Reihe rund um SEO und Shop-Optimierung erfahren Sie, wie man dabei richtig vorgeht.

Die 301-Weiterleitung
Der so genannte 301-Redirect sorgt dafür, dass Aufrufe von alten, nicht mehr bestehenden Webseiten (z. B. aus Browser-Lesezeichen) auf die entsprechende neue Page weitergeleitet werden. Auch die Suchmaschinen-Crawler folgen diesen Weiterleitungen. Der Code „301“ steht für eine permanente Weiterleitung (z. B. wenn eine neue Domain aktiviert wurde); mit diesem Code weiß auch Google, dass dieses Umleitungsziel dauerhaft gültig ist. Somit werden die neuen Webseiten sofort indiziert. Dieses 301-Redirecting kann im Backend von CMS und Webshop-Systemen eingestellt und aktiviert werden. Fachleute wissen, an welchen programmiertechnischen Stellen eine solche Weiterleitung eingerichtet werden kann, z. B. per htaccess auf einem Apache-Webserver.

Wenn die Struktur der Website nach einem Relaunch geändert wurde, bekommen die meisten Seiten auch eine neue URL. Hier ist bereits erkennbar, wie wichtig ein korrektes Redirecting ist. Das Ranking der alten Seite wird dabei auf die neue übertragen.

On- und Offpage-Optimierung
Mit einem E-Shop Relaunch geht häufig auch eine neue Keyword-Strategie einher, insbesondere wenn das Produktsortiment erweitert oder verändert wurde. Beim Überarbeiten der Website kann an vielen SEO-Stellschrauben gedreht werden, die das Suchmaschinenranking nach vorne bringt. Auch die Struktur und das Layout bieten viel Optimierungspotenzial („sprechende“ URLs, nicht zu tief verschachtelte Seitenstrukturen usw.). Bei der Offpage-Optimierung müssen sämtliche Backlinks auf die alte Website gefunden, überprüft und auf den neuesten Stand gebracht oder ggf. entfernt werden.

Schritte nach dem Relaunch
Sobald das neue Webangebot online ist, sollte eine neue Sitemap im XML-Format erstellt werden (Moderne Webshops und CMS-Systeme bieten entsprechende Funktionen). Diese Sitemap wird dann in den Google Webmastertools hochgeladen. Dieser Upload der Sitemap sorgt dafür, dass dem Suchmaschinen-Index die neue Seitenstruktur sofort bekannt wird – somit muss man nicht erst warten, bis der Google-Bot wieder „vorbeischaut“ und sich erst die neuen Seitenstrukturen erarbeiten muss.

Einen besonderen Kniff aus der Usability-Trickkiste möchten wir Ihnen sehr ans Herz legen. Insbesondere bei umfangreichen Websites bleibt es nicht aus, dass man nicht alle Backlinks auf die früheren Websites ausfindig macht. Der Besucher landet dann beim Klick auf einen solchen toten Link auf einer 404-not-found-Seite. Und speziell diese 404-Page sollte man mit einer automatischen Weiterleitung auf eine bestehende Seite versehen. Dass kann z. B. die Startseite oder auch eine zufällige Seite aus dem Webangebot sein. Diese Vorgehensweise hält den Besucher bei der Stange, bei einer Not-found-Seite hingegen springen die meisten User ab (und kommen auch nicht wieder).

Denken Sie auch an die robots.txt! Möglicherweise sind Sie unserem Rat gefolgt und haben mittels der robots.txt die Suchmaschinen angewiesen, Ihre Website vorübergehend NICHT zu crawlen, da sich diese gerade in einem Teststadium befand. Nun sind die Seiten in den Live-Betrieb gegangen und dennoch erscheinen sie nicht in den Suchmaschinen. Dann schauen Sie schnellstens in der Datei robots.txt nach, ob Sie die Suchmaschinen vielleicht immer noch „ausgesperrt“ haben.

Was wir bereits im vorigen Blog-Beitrag erwähnt hatten und immer wieder vergessen wird: Aktivieren Sie den Trackingcode Ihres Webanalyse-Werkzeugs auf den neuen Seiten! Andernfalls wundern Sie sich nach dem Relaunch, warum keine Besucher auf Ihre Webseiten kommen, obwohl die neuen Seiten bereits „boomen“.

Keine Angst vor Traffic-Verlusten
Natürlich ist es nicht ganz ungefährlich, einen Onlineshop einem Redesign zu unterziehen. Untersuchungen eines renommierten Onlinemarketing-Expertens zufolge kommt es in rund sieben von zehn Webshop Relaunches zu Verlusten bei den Umsatzzahlen und dem Traffic. Diese sind jedoch meist nur kurzfristig. Im Übrigen haben lt. einer Studie eine große Anzahl von Websites von einem Redesign sehr profitiert – dies in einem Rahmen, der die anfänglichen Traffic-Verluste mehr als ausgleichen konnte. Eine aufschlussreiche Infografik zu dieser Studie finden Sie hier.

Wenn Sie mehr zum Thema Relaunch oder Traffic-Verlust erfahren möchten, kontaktieren Sie uns unter www.webda.de/contact oder schreiben Sie uns unter info@webda.de.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!